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Bio und Fair – eine unschlagbare Kombination

Zu Beginn des Fairen Handels spielten ökologische Kriterien eine eher untergeordnete Rolle. Der Schwerpunkt lag auf der Verbesserung der ökonomischen und sozialen Lebens- und Arbeitsbedingungen vor Ort. Aber schon damals galt: Eine Umwelt, die menschenwürdiges Leben und Arbeiten ermöglicht und die Biodiversität bewahrt, ist ein unentbehrlicher Bestandteil einer nachhaltigen Entwicklung. Schutz und Erhalt der Umwelt waren und sind somit auch für Fairtrade wichtig. Die Umsetzung einer ressourcenschonenden Nutzung ist daher sowohl in den allgemeinen wie auch in den produktbezogenen Standards festgeschrieben.

 

Heute misst der Faire Handel umweltverträglichen Produktionsweisen und ökologischem Anbau eine eminent wichtige Bedeutung bei. Fairer Handel und ökologische Landwirtschaft leisten einen Beitrag zur weltweiten Ernährungssicherheit. Die Bezahlung eines fairen Preises ermöglicht den Kleinbauern/Kleinbäuerinnen, Rücklagen zu bilden und in ihre eigene Weiterbildung sowie in die Schulbildung ihrer Kinder zu investieren. Durch den Verzicht auf Pestizide und chemische Dünger und den Einsatz von natürlichen Pflanzenschutz- und Düngemethoden im Bio-Anbau werden die Entwicklung und der Schutz eines fruchtbaren Bodens ermöglicht und Pflanzenkrankheiten vorgebeugt. Zudem machen sich die Kleinbauern/Kleinbäuerinnen dadurch unabhängig von den hohen Preisen der Agrargroßkonzerne für Dünger, Pestizide und gentechnisch verändertes Saatgut.

 

Erst der Faire Handel ermöglicht vielen die Umstellung auf den biologischen Anbau. Bio stellt sehr hohe Anforderungen an die Bodenqualität, an die Produktionsweise, an den Einsatz von natürlichen Behandlungsmethoden, sowie an Ernteverfahren und Weiterverarbeitung der Produkte. In der Umstellungsphase, die zwischen sechs Monaten und drei Jahren dauern kann, entsteht oft ein erheblicher Ertragsrückgang und damit Einkommensverlust. Oft haben daher die ProduzentInnen nicht die Ressourcen, das Kapital, die (Experten-)Kenntnisse oder die Zeit um von Anfang an auf Bio zu setzen. Deshalb verfolgt der Faire Handel eine Strategie, die die ProduzentInnen in einem ersten Schritt zu einer Umstellung auf nachhaltige Landwirtschaft verpflichtet und in einem zweiten Schritt den ökologischen Anbau gezielt fördert.

 

 

Von Bio und Fair profitieren ProduzentInnen wie KonsumentInnen gleichermaßen: Bio-Anbau lohnt sich für die ProduzentInnen. Für das Bio-zertifizierte Produkt bekommen sie einen festgelegten Fairtrade-Bio-Zuschlag, d.h. den garantierten Mindestpreis und die Fairhandels-Prämie plus einen Bio-Bonus. Dadurch werden sie für ihre Mehrkosten bei der Bio-Produktion entlohnt und können eventuelle Verluste in der Umstellungsphase ausgleichen. Gleichzeitig sehen viele ProduzentInnen, wie das Ökosystem in ihrem Umfeld unter Rodung, intensiver Landwirtschaft mit Pestiziden und chemischen Düngern, unter Monokulturen und der Einführung genetisch manipulierter Saatgut in Mitleidenschaft gezogen wird. Viele kleinbäuerliche Familien haben aber gar keine andere Wahl als konventionelle Landwirtschaft zu betreiben. Sie befinden sich in einem wirtschaftlichen Abhängigkeitsverhältnis von großen multi-nationalen Agrar-Unternehmen. Dies betrifft besonders den Zugang zu Saatgut und Pflanzenschutzmitteln. Von der Umstellung auf Bio-Anbau erhoffen sich deshalb viele ProduzentInnen der wirtschaftlichen Abhängigkeit zu entkommen.

 

Die KonsumentInnen erhalten ein Produkt, das unter ökologisch wie auch sozial einwandfreien Bedingungen hergestellt worden ist. Über 50 Prozent der Lebensmittel im Fairen Handel sind zurzeit bio-zertifiziert; Tendenz steigend!