+++  Lesung mit Mirjam Reininger "Unterwegs in der Welt"  +++     
Link verschicken   Drucken
 

Lebensmittel

Sie finden bei uns ein breites Angebot an hochwertigen, leckeren Genuss- und Lebensmitteln von Ayurveda-Kräutertee über Chips, Kaffee, Reis und Soßen bis Zucker und Zimt.

Die Produkte wie Kaffee, Kakao, Zucker oder Reis werden überwiegend von kleinbäuerlichen Genossenschaften angebaut. Durch die fairen Preise und die Prämienzahlungen können sie ein menschenwürdiges, selbstbestimmtes Leben führen und ihre Kinder zur Schule und weiterführenden Ausbildung schicken. Mehr als 70 Prozent der Produkte stammen zudem aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft. So wird die Gesundheit der Bauern und Bäuerinnen geschont, sie erzielen höhere Preise und die Umwelt wird geschützt.

 

Weiterverarbeitete Lebensmittel wie z. B. Schokolade, Gebäck oder Soßen werden in Österreich (wie z.B. von Zotter Schokoladen Manufaktur) oder meistens in Deutschland in kleineren Manufakturen von Gepa, WeltPartner eG und El Puente produziert – mit den Zutaten aus dem  Fairen Handel.

Einige Produkte werden in den Herkunftsländern der Rohstoffe hergestellt, wie z.B. die Schokolade von Fairafric

 

Schokolade von Fairafric

Obwohl über 70 Prozent des weltweiten Kakaos aus Afrika stammen, wurde dort keine Schokolade produziert. Fairafric hat dies nun geändert und die gesamte Produktion ihrer Schokolade ins Kakaoanbauland Ghana gelegt. Diese Maßnahme erzielt eine enorme soziale Wirkung, da vor Ort die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften steigt, involvierte Angestellte geschult werden und somit eine faire und nachhaltige Bezahlung gewährleistet wird. Es kommt zur wirtschaftlichen Entwicklung durch höhere Wertschöpfung. Beim Kauf von Fairafric erhöht sich der Betrag, der bei den Produzenten in Ghana bleibt, um mindestens 50 Cent pro Tafel Schokolade. Dadurch wird eine Einkommenssteigerung von über 300 Prozent erreicht. Das erhöhte Einkommen ermöglicht den Menschen vor Ort einen besseren Zugang zu höherer Bildung und Gesundheitsversorgung. Somit bedeutet Fairafric keine Entwicklungshilfe, sondern eine echte Chance!

Weitere Informationen zu Fairafric gibt es auf ihrer Homepage.

 

Fairafric 1 Fairafric 2


Zarte Bitter 70%

Schokolade – die Lieblingssüßigkeit vieler Kinder und Erwachsener. Immer gerne gesehen und genossen. Doch was viele nicht wissen: Es gibt fair gehandelte Schokolade, die ohne Gentechnik im Rahmen des ökologischen Anbaus produziert wird und dazu noch vegan ist. Die Schokolade „Zarte Bitter 70%“ von der Fair Trade Company GEPA besitzt diese Eigenschaften und wird zu 100% fair gehandelt. Die Kakaobohnen stammen aus Kamerun, einem Land, das den fünften Platz in der weltweiten Kakaoproduktion belegt. Der Kakao wird von der Kooperative KONAFCOOP und der Rohrzucker von der Kooperative CoopeAgri geliefert. Die seit 1994 agierende Kooperative KONAFCOOP unterstützt regionale Kleinbäuer*innen bei der Vermarktung von Kakao und wird seit 2014 von der GEPA, aber auch von Naturland, Brot für die Welt und der GIZ bei der Bio-Umstellung unterstützt. Der Zucker für die Schokolade stammt von der Kooperative CoopeAgri. Für die Kooperative aus Costa Rica ist der Zucker nach dem Kaffee die zweitwichtigste Einnahmequelle. Die Verpackung wird ohne Aluminium hergestellt, so wie die meisten Produkte von GEPA.

Weitere Infos zu den Produkten und den Kooperativen gibt es hier und hier.

 

Zarte Bitter 70%

 

Erdnusscreme mit Stücken
Die Erdnussbutter von GEPA enthält Erdnussstücke, die der Creme einen speziellen Crunch gibt. Der Brotaufstrich besteht zu 95% aus Erdnüssen, die aus Nicaragua kommen. Man kann die Erdnusscreme pur oder mit einer leckeren und passenden Konfitüre genießen. Die Creme ist aber nicht nur als Brotaufstrich, sondern auch zum Würzen von Soßen geeignet. Die Kleinbäuer*innen bauen die Erdnüsse mit der Unterstützung von den Kooperativen MASFA und Del Campo an. Die Kooperative MASFA unterstützt die Kleinbäuer*innen der Region „Mchinji“, deren Haupteinnahmequelle die Produktion von Erdnüssen darstellt. Vor allem nach dem Kollaps des Tabakpreises sind die Bäuer*innen darauf angewiesen. Erdnüsse sind traditionelle landwirtschaftliche Produkte, die gut für den fruchtbaren Boden und das Klima der Region geeignet sind. Da sich Produzent*innen Verarbeitungsmaschinen oft nicht leisten können, werden die Nüsse per Hand geschält und sortiert. Bei der Kooperativen Del Campo werden neben Erdnüsse auch Sesam angebaut und vermarktet.
Weitere Infos zu den Produkten und den Kooperativen gibt es hier und hier.

 

Erdnusscreme

 

Mango Feine Konfitüre
Die Mango Konfitüre besteht zu 40% aus Mango. Sie ist ein fruchtiger Brotaufstrich den man pur und auch mit Erdnusscreme genießen kann. Die Konfitüre ist frei von jeglichen Konsevierungs-, Farb- und Aromastoffen. Die Mangos kommen aus Swasiland. Das Produkt wurde vor Ort verarbeitet und verpackt. Die Konfitüre wird von dem Partner der GEPA Eswatini Kitchen hergestellt. Die Kooperative unterstützt und bietet Arbeitsplätze für alleinerziehende Frauen und bietet damit ihnen und ihren Kindern eine Zukunft. Die Produzent*innen der Konfitüre unterhalten außerdem eine Suppenküche für vier Waisenhäuser. Die Mitarbeiter dieser Kooperative stellen auch weiter Marmeladen sowie Chutneys und Saucen für die GEPA her.
Weitere Infos zu den Produkten und den Kooperativen gibt es hier.

 

Mango feine Konfitüre

 

Kartoffelchips aus „schönen Herzen“

Wenn man in Deutschland das Wort Kartoffel hört, ist die Assoziation sehr schnell und sehr einfach. Eine gelbe Knolle, die man vielfältig verarbeiten kann, wie sie zu zerstampfen, zu zerrreiben oder zu braten. Dabei vergessen wir häufig, dass sie eigentlich ganz woanders herkommt und gar nicht so deutsch ist. In Peru im Hochland der Anden, wo schon seit Jahrhunderten Kartoffeln wachsen, pflanzt Agropia, eine Kooperative aus Bauerfamilien sämtliche Knollengewächse an, die sich so nur dort finden lassen. Darunter über 300 verschiedene Kartoffelsorten in unterschiedlichen Farben und Formen. Ein Beispiel dafür sind die roten „sumac soncco“ (die schönen Herzen) und die „pumapamaquin“ (Pumapfoten) die blau gefärbt sind.

Die Bio Kartoffelchips von Weltpartner werden aus genau diesen originalen Kartoffeln von Agropia hergestellt, in einer salzigen und einer pikanten Variante. Das Palmöl für die Chips wird fair gehandelt und von der niederländischen Organisation „Natural Habitats“ in Ecuador gewonnen. Mit diesem Snack für zwischendurch kann man also nichts falsch machen! (Produktpass Kartoffelchips)

 

Kartoffelchips Peru

 

Kaffee

Sie bekommen bei uns über 30 Sorten qualitativ hochwertigen Kaffee (wie reine Länderkaffees, z. B. aus Mexiko, Nicaragua und Ruanda, oder Kaffeemischungen aus Bohnen verschiedener Anbaugebiete).

Bevorzugen Sie Kaffee aus 100 Prozent Arabica-Bohnen oder eine Mischung aus Arabica und Robusta, einen eher kräftigen oder milden Geschmack, viel oder wenig Säure? Sicher werden Sie bei uns fündig! Viele Sorten bieten wir Ihnen sowohl in ganzen Bohnen als auch gemahlen an; einige auch in Form von Kaffeepads. Die Kaffees sind in der Regel in Deutschland schonend langzeitgeröstet und daher magenfreundlich, weil säurearm.

Eine Spezialität ist der cremig-weiche aromatische Kaffa, der Wildkaffee aus Äthiopien, der Urheimat des Kaffees. Eine Besonderheit ist auch der Kaffee Cubita, ein reiner und hochwertiger Arabica-Kaffee, der komplett in Cuba hergestellt, also dort geröstet und verpackt wird.

 

Kaffa – der Wildkaffee aus Äthiopien, der Mensch und Natur dient

Der aromatische Kaffa  wird von wild wachsenden Sträuchern im Bonga-Wald, im Südwesten Äthiopiens geerntet. Er ist der einzige noch bekannte Wildkaffee aus der Urheimat des Kaffees. Seit 2003 haben sich verschiedene Organisationen zu dem Projekt „Regenwaldschutz durch gezielte Nutzung“ zusammengeschlossen: Nutzung, Verarbeitung und Vermarktung der Wildkaffeebohnen erfolgen unter nachhaltigen und fairen Kriterien. Über 8400 Haushalte in der Region sind beteiligt: Sie pflücken die Kaffeebohnen von Hand im Wald und erzielen durch faire Preise und Abnahmegarantien ein sicheres und gutes Einkommen. Die Kleinbauern ernten auch Honig und Gewürze im Wald, die sie auf dem lokalen Markt verkaufen. Sie sind an den Plänen zur nachhaltigen Waldnutzung beteiligt und haben sich verpflichtet, keine neuen Abholzungen vorzunehmen. Der Bongawald ist seit 2010 ein Biosphärenreservat der UNESCO und hat eine große Bedeutung für den  Arten- und Klimaschutz. Weitere Projektpartner führen Aufklärungs- und Bildungsarbeit zu Aids, Familienplanung und Gesundheit durch bzw. betreiben Gesundheitsstationen. Insgesamt profitieren über 80 000 Menschen direkt von dem Projekt Kaffa und die ganze Region erfährt eine nachhaltige Entwicklung.

Sie können das einzigartige Aroma mit würzigem Grundton und milder Säure genießen! Dieses wird durch die traditionelle und schönende Röstung noch hervorgehoben und entfaltet sich am besten bei einer nicht zu knappen Dosierung der Pulvermenge.

 

Cubita – der Kuba-Kaffee

Der hochwertige reine Arabica-Kaffee Cubita wächst in der Sierra Maestro im Osten Kubas in den Höhenlagen zwischen 400 und 1200 m über dem Meer. Er wird in verschiedenen staatlichen und privaten Kooperativen angebaut. Von den regionalen Sammelstellen mit Nassverarbeitungsanlagen kommt er zu einer zentralen Stelle, wo die Kaffeebohnen sortiert, getrocknet und von der Silberhaut befreit werden. In der Firma Cubita in der Nähe Havannas wird der Kaffee weiter verarbeitet und verpackt. Auf allen Ebenen werden strenge Qualitätsstandards eingehalten. Cubita gehört zur staatlichen Firma CIMEX, die in den letzten Jahren oft zweistellige Umsatz- und Gewinnsteigerungen erzielt hat. Somit ist diese Firma ein wichtiger ökonomischer Faktor für die Entwicklung des Landes. Die Angestellten erhalten Löhne, die mindestens 200 Prozent über dem staatlichen Mindestlohn liegen, und sind sozial abgesichert. Wie alle Kubaner profitieren sie zudem vom kostenlosen Gesundheits- und Bildungssystem. Etwa 10 Prozent der Kaffeeproduktion wird exportiert – und einer der ersten und wichtigen Handelspartner war die Fairhandelsorganisation El Puente, von der wir den Cubita-Kaffee beziehen.

Bei diesem Produkt bleibt der gesamte Mehrwert im Land – und wir profitieren von der besonderen Qualität und der echt kubanischen Röstung!

 

Kaffa Wildkaffee  Cubita

 

Costa Rica Cola - die erste fair gehandelte Cola der Welt

Neben Kaffee ist Zucker eines der wichtigsten landwirtschaftlichen Exportgüter Costa Ricas. Häufig gelangt das Zuckerrohr in seiner Rohform in die Importländer, wo die Weiterverarbeitung zu Zuckerkristallen stattfindet. Coopecañera, eine Kooperative aus rund 500 KleinbäuerInnen, die als Projektpartner mit El Puente zusammenarbeitet, ist im Besitz einer eigenen Zuckerraffinerie, in der das selbst angebaute Zuckerrohr verarbeitet wird. Mit einer Produktion von etwa 1.800 Tonnen fairem Zucker pro Jahr ist es der Kooperative gelungen, sich als kleinster Zuckerlieferant des Landes auf dem Markt zu behaupten.

Costa Rica Cola enthält den Zucker von Coopecañera und ist damit die erste fair gehandelte Cola der Welt!

 

Libera Terra - legal und lecker

In unserem Sortiment führen wir auch mafiafreie italienische Produkte von Libera Terra. Diese werden von Genossenschaften und sozialen Projekten auf Ländereien angebaut und produziert, die ehemals von der Mafia kontrolliert und nun vom Staat enteignet und den Gemeinden übergeben wurden.

Seit 1982 gibt es in Italien ein Gesetz, das es dem italienischen Staat ermöglicht, Mitglieder der Mafia zu enteignen. Ein weiteres Gesetz ermöglicht es, diese Güter Sozialkooperativen zur Bewirtschaftung zur Verfügung zu stellen. Häufig sind die Ländereien in einem Zustand völliger Verwahrlosung und müssen für die landwirtschaftliche Nutzung erst wiederhergestellt werden.

Libera Terra Mediterraneo ist der Verbund der Sozialkooperativen Placido Rizzotto und Pio La Torre auf Sizilien sowie Terre di Puglia in Apulien. Placido Rizzotto wurde 2001 als erste Kooperative gegründet, um vor allem jungen Menschen eine legale Arbeitsperspektive zu bieten (fast alle Arbeitsbereiche auf Sizilien werden von der Mafia kontrolliert und sind damit nicht legal). Die Arbeitslosenquote für junge Menschen ist sehr hoch und 30 Prozent der Familien auf Sizilien haben ein Einkommen von weniger als 500 € im Monat.

 

Costa Rica Cola Libera Terra