Mainzer Konfi-Tage 2021 im Weltladen Unterwegs

Wenn ihr die Möglichkeit hättet, die Armut auf der Welt zu beenden, was würdet ihr unternehmen? Was empfindet ihr als die größten bestehenden Hindernisse, um eine hochwertige Bildung für alle Menschen zu erreichen? Wo stehen wir eurer Meinung nach in Bezug auf Geschlechtergleichstellung? Und was hat das alles mit den Themen Flucht und Migration zu tun? Diesen und weiteren Fragen widmeten sich die Mainzer Konfirmand*innen im Rahmen der Mainzer Konfi-Tage 2021 an der Station im Weltladen Unterwegs.

Auch dieses Jahr zogen die Mainzer Konfirmand*innen wieder quer durch die Alt- und Neustadt. In Form einer Stadtrallye, die das Evangelische Stadtjugendpfarramt in Kooperation mit vielen Kirchengemeinden veranstaltete, besuchten die Jugendlichen in Kleingruppen einzelne Stationen und setzten sich mit sozialen Themenkomplexen auseinander. Neben weiteren Einrichtungen wurde auch der Weltladen Unterwegs (als Ort der Begegnung) angesteuert, um Informationen und Einblicke zu sammeln.

In einer kurzen Bildungseinheit und unter dem Motto „leave no one behind“ (dem Leitmotiv der Agenda 2030) wurde den Konfirmand*innen die von den Vereinten Nationen formulierten Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals/SDGs) vorgestellt. Dabei handelt es sich um siebzehn ehrgeizige Ziele für eine nachhaltige Entwicklung, zu dessen Umsetzung sich alle 193 Staaten bis 2030 verpflichtet haben. Diese sind unterteilt in fünf Gruppen, auch bekannt als die fünf Ps: People, Planet, Prosperity, Peace & Partnership. Die Station Weltladen Unterwegs thematisierte die Gruppe People und die damit zusammenhängenden Herausforderungen Armut, Hunger, gute Gesundheitsversorgung, gute Bildung, sowie die Gleichstellung aller Geschlechter.

Sehr schnell wurde klar: Bei dem Begriff Entwicklung handelt es sich nicht um rein wirtschaftliche Entwicklung. Stattdessen diskutierten die Jugendlichen über das Zusammenspiel von ökonomischen, ökologischen und sozialen Fragen, mit dem Ergebnis: Auch wirtschaftlich reiche Länder müssen sich entwickeln. Und das liegt nicht allein in den Händen der Regierung, sondern ist Aufgabe aller Menschen. Um entsprechende Maßnahmen zu ermitteln, orientierten sich die Jugendlichen an den schwächsten und verletzlichsten Gesellschaftsgruppen. Die teils kritische Herangehensweise einiger Teilnehmer*innen ermöglichte einen bunten Austausch von Ideen, welche anschließend auf einem Flip Chart festgehalten wurden.

Unser Themenschwerpunkt Flucht, Migration und der Faire Handel wird gefördert durch Brot für die Welt sowie das Integrations- (MFFKI RLP) und das Innenministerium Rheinland-Pfalz (MDI RLP). Falls Sie weitere Informationen wünschen und Interesse an einer Bildungseinheit haben, wenden Sie sich direktan bildung(at)weltladenmainz.de.

Autor*in:
Alina Sinclair
Datum:
5.10.2021

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