Jahresthema 2021 Teil 1: Themenschwerpunkt "entwicklungspolitische Bildungsarbeit in den digitalen/sozialen Medien"

Die Bildungsarbeit des Weltladens Unterwegs und seinem Trägerverein "Unterwegs für eine gerechte Welt" hat jedes Jahr einen anderen Schwerpunkt. Der Themenschwerpunkt im Jahr 2021 ist "entwicklungspolitische Bildungsarbeit in den digitalen Medien".

Entwicklungspolitische Bildungsarbeit zielt darauf ab, das Leitbild einer weltweiten nachhaltigen Entwicklung zu vermitteln; dieses steht für wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, soziale Gerechtigkeit, ökologische Tragfähigkeit und gute Regierungsführung. Interesse an den Ländern des Globalen Südens soll geweckt, globale Zusammenhänge verdeutlicht und ihr Einfluss auf den einzelnen Menschen aufgezeigt werden. Darüber hinaus will entwicklungspolitische Bildungsarbeit zur aktiven Beteiligung an einer sozial verantwortlichen Gesellschaft in der globalisierten Welt motivieren und entwicklungspolitisches Engagement unterstützen. Aufgrund der Corona-Pandemie stehen (wie viele andere Bereiche auch) das Bildungssystem und die Bildungsakteure vor großen Herausforderungen. Da niemand sagen kann, wann Bildungseinheiten an Schulen und Abendveranstaltungen wieder unter „normalen“ Bedingungen stattfinden können, müssen stattdessen digitale Lösungen gefunden werden. Wenig wird nach der Coronakrise so sein wie vorher. Sie verpasst der Bildungsarbeit einen Digitalisierungs- und Innovationsschub und wird damit Folgen weit über ihr Ende hinaus haben. Wir (als BildungsanbieterIn und als BildungsteilnehmerIn) sind gezwungen, aus der alltäglichen Routine zu treten und neue Dinge auszuprobieren. Dabei gilt es nicht nur, diese Zeit zu überbrücken, bis wir den „regulären“ Betrieb wiederaufnehmen können. Die Digitalisierung der Bildung ist ein laufender Prozess, der auch in Zeiten von Corona nicht abschließend vollzogen wird. Aber Bildungsinstitutionen können gerade jetzt entscheidende Stellschrauben identifizieren, an denen ein Wechsel von dem realen in den digitalen Raum stattfinden kann. Wichtig ist es dabei anzumerken, dass auch in Zukunft vollständig online-basierte Konzepte kein vollständiger Ersatz für Präsenzveranstaltungen sein werden, sondern in ausgewählten Bereichen sinnvoll erscheinen.

Die Coronakrise ist eine Chance für die Digitalisierung der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit, da eine teilweise Digitalisierung auch eine Vielfalt an Möglichkeiten neuer Interaktion und Partizipation bietet. Gerade die Themen des 'Globalen Lernens' sind bestens dafür geeignet, sie mit all ihren Facetten als digitale Formate zu präsentieren. Denn das Internet, internetbasierte Medien, neue Fernsehformate und die Mobiltelefonie haben zu einer weitreichenden „Informatisierung“ des Alltags geführt und die Seh- und Teilhabegewohnheiten verändert. Kritischen NutzerInnen bietet das Internet ("Web 2.0") enorm viele Informationen und Chancen - auch die der politischen Einmischung und Teilhabe. Soziale Medien haben den Vorteil, dass sie eine interaktive Komponente aufweisen. Die Kommunikation mit InteressentInnen setzt keine physische Präsenz voraus und gestaltet sich somit niedrigschwelliger; die Formate sind keine einmaligen Veranstaltungen, sondern können jederzeit und überall wieder aufgerufen werden. Für uns als Bildungsanbieter bieten sie Chancen ein Publikum zu erreichen, das außerhalb der üblichen Peergroup liegt. Dies ist gerade in Zeiten zunehmender 'Fake News' und des um sich greifenden Populismus (auch und gerade in den sozialen Medien) umso wichtiger.

Aufgrund dieser Entwicklungen und Möglichkeiten wird der Verein Unterwegs für eine gerechte Welt e.V. und der von ihm getragene Weltladen Unterwegs ihre Präsenz in den sozialen Medien ausweiten und aktiver gestalten. Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir im Jahr 2021 den Schwerpunkt unserer Bildungsarbeit auf Formate in den digitalen/sozialen Medien gelegt.

Die Bildungsarbeit des Weltladens Unterwegs wird gefördert durch den Evangelischen Entwicklungsdienst (EED)/Brot für die Welt.

Autor*in:
Unterwegs für eine gerechte Welt e.V.
Datum:
17.2.2021

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