Produkt des Monats Februar 2021: Tony's Chocolonely

Die enormen Profite der großen Schokoladenhersteller sind das Ergebnis der Ausbeutung am Anfang der Kakaolieferkette, die Menschen in extremer Armut gefangen hält. In ihrer Verzweiflung, ihren Lebensunterhalt zu verdienen, greifen viele KakaobäuerInnen zu ausbeuterischer Kinderarbeit oder nutzen unbezahlte Zwangsarbeiter auf ihren Plantagen.

Diese Probleme sind seit Jahrzehnten bekannt und trotzdem ist die Industrie immer noch weit davon entfernt, die Ziele zur Beseitigung von illegaler Kinderarbeit und moderner Sklaverei zu erreichen. Auch nach nunmehr 20 Jahren hat es die Branche nicht geschafft, Verantwortung zu übernehmen und fortschrittliche Maßnahmen umzusetzen.

Illegale Kinderarbeit und moderne Sklaverei in der Kakaoindustrie lassen sich nur durch Veränderungen innerhalb der Branche lösen. Tony’s Chocolonely zeigt, dass man Schokolade auch anders herstellen kann und beweist so, dass es keine Ausreden gibt: Sie sind kommerziell sehr erfolgreich. Gleichzeitig sorgen sie für Rückverfolgbarkeit, zahlen höhere Preise, investieren in langfristige Partnerschaften, mappen alle Kakaoplantagen per GPS und machen Klimaneutralität zur Realität.

Autor*in:
Julian Schroeder
Datum:
16.2.2021

Das könnte sie auch interessieren:

Produkt des Monats August: Bio Mate-Tee

Der Dachverband der Mate-Produzenten COPERMATE (Cooperativa de Reforma Agraria e Erva Mate) wurde 1991 von 22 brasilianischen Kleinbauern gegründet. Mittlerweile sind mehr als 200 Mitglieder registriert, 50% sind Frauen. Sie verarbeiten und exportieren Matetee.

Kartoffelpuffer - Gifty & Steffie vs. Rassismus

Gifty und Steffie haben in den Zeiten der Corona-Pandemie beschlossen, dass es endlich an der Zeit ist, etwas anzufangen, das sie schon immer wollten: Ein Format, das möglichst einfach die grundlegenden Fragen zum Thema Rassismus stellt und beantwortet. Fragen, die sie in ihrer Berufspraxis und auch im Freundeskreis immer wieder gestellt bekommen.

Weltweite Migrationsbewegungen und Klimawandel. Kann der Faire Handel ein Handlungsansatz für den globalen Süden sein?

Im Mai 2020 fand an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz die Public Climate School statt, zu der ich als Referentin eingeladen war. Auf Grund der Kontaktbeschränkungen durch das Coronavirus wurden alle geplanten Veranstaltungen in den virtuellen Raum verlegt und anschließend der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.