Produkt des Monats Juni & Juli 2021: Weine vom Weingut Seck

Das Weingut Seck aus Dolgesheim in Rheinhessen ist das erste Weingut, das mit Naturland Fair zertifiziert wurde. Die Naturland Fair-Zertifizierung beinhaltet über die Öko-Zertifizierung hinausgehende Bedingungen u.a. in den Bereichen gesellschaftliches Engagement, soziale Verantwortung und verlässliche Handelsbeziehungen.

Öko und Fair ist auch bei Wein mehr

Seit 2010 wird mit dem Naturland Zeichen zertifizierter Bio Wein auf dem Weingut Seck abgefüllt. Als die Zusatzzertifizierung Naturland Fair eingeführt wurde, sah Familie Seck darin eine logische Weiterentwicklung und begann, ihr Engagement für Mitarbeiter, Gesellschaft und für den deutsch-chilenischen Verein „Juntos e.V.“ zu intensi-vieren. Im November 2014 konnten sie „JUNTOS e.V.“ erstmals eine Spende zur Unterstützung des Kinderheims mit Selbstversorger-Landwirtschaft überreichen. Zeit-gleich kam der erste Wein mit dem Natur-land Fair Zeichen in den Handel und hat ge-zeigt, dass das Thema Fair auch im Weinbau eine wichtige und zukunftsweisende Rolle spielt.

„JUNTOS e. V.“ | Ein Deutsch-chilenischer Verein

Im November 1988 wurde der deutsch-chilenische Verein „JUNTOS e. V.“ gegründet, um Kindern aus den ärmsten Familien Schutz, Geborgenheit, Ausbildung und Hoff-nung auf eine lebenswerte Zukunft zu geben. Heute leben dort etwa 20 Kinder und besuchen mit weiteren 20 Kindern aus der Umgebung die angeschlossene Landschule. Die Kinder können hier ihren Schulabschluss und auch eine landwirtschaftiche oder handwerkliche Ausbildung machen. In den vergangenen Jahren konnte mit den Spendengeldern das Heim vollkommen finanziert, sowie ein Brunnen, eine Kläranlage und eine Biogas-Anlage gebaut werden.

Das chilenische Umweltministerium unterstützte den Verein ebenfalls bei der Finanzierung einer Solaranlage, die ab 2015 die Wasserpumpe mit Strom versorgt.

Mit der Zeit entwickelte sich eine Landwirtschaft mit Ackerbau, Obstbäumen, Gemüsegarten, Gewächshäusern und Tierhaltung. Dadurch ist es auch möglich, regelmäßig frisches Gemüse für die Kinder von Heim und Schule bereitzustellen.

Autor*in:
Ulrike Rogowski
Datum:
12.7.2021

Das könnte sie auch interessieren:

Globale Gerechtigkeit: Zum Jahrestag von Rana Plaza

Am Sonntag, den 24. April, hat sich der Einsturz der Fabrik Rana Plaza in Bangladesch zum neunten Mal gejährt. Bei einer der größten Katastrophen in der internationalen Textilindustrie starben mehr als 1.100 Menschen. Einiges hat sich seitdem geändert, doch auch heute noch stellen Menschen unter unwürdigen Bedingungen Textilien her.

Warum bleiben? Warum gehen? Perspektive Fairer Handel am Beispiel Alpaka aus Bolivien und Peru

„Mit handtrade verknüpfe ich Ästhetik mit Ethik, denn was gibt es Schöneres auf der Welt als friedlich, fair und respektvoll miteinander umzugehen – was ist anziehender als Natürlichkeit. Diese Vision prägt meine Zusammenarbeit mit meinen Partnern im Süden und meinen Kunden im Norden.“ (Gabriele Ludwig, Gründerin & Geschäftsführerin handtrade)

Wieso brauchen wir ein Lieferkettengesetz?

Am 09. Mai war Tag des Fairen Handels und Weltladen-Tag. Zu diesem Anlass machte die gesamte Fairhandelsbewegung mit Aktionen in ganz Deutschland auf ein Anliegen aufmerksam, das längst überfällig ist: ein Gesetz, das Unternehmen verpflichtet, Arbeits- und Menschenrechte weltweit einzuhalten.